90% klingt gut - ist es aber nicht unbedingt. Hier findest du die aktuelle Podcast Folge zu dem Thema.
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Ein Kunde hat mich letzte Woche angerufen. Ich betreue ihn seit über 10 Jahren. Er hatte ein neues Angebot von einem anderen Berater bekommen und wollte meine Meinung.
Ich hab gesagt: Schick mir das Angebot rüber, ich vergleich das für dich.
Sein Problem: Der andere Berater wollte ihm das Angebot gar nicht aushändigen. Nur mündlich erklärt, ein paar Zahlen auf Papier gekritzelt. Das allein wäre für mich schon ein Warnsignal gewesen.
Aber der eigentliche Knackpunkt war ein anderer.
Der Tarif hatte eine 90-prozentige Beitragsgarantie. Klingt erstmal super. Auf dem Papier steht da eine garantierte Rente. Beim anderen Tarif (ohne Garantie) steht da eine Null. Die meisten greifen instinktiv zur Garantie.
Mal ehrlich, das ist auch menschlich.
Nur: Bei 500 Euro Monatsbeitrag und 90% Garantie landen wahrscheinlich 350 bis 450 Euro in Anleihen und Staatsanleihen. Da bekommst du vielleicht 1% Rendite drauf. Nur der kleine Rest fließt tatsächlich in ETFs.
Der Kunde ist Anfang 40. Fast über 30 Jahre Sparzeit. 30 Jahre, in denen der Großteil seines Geldes quasi auf der Parkbank sitzt statt für ihn zu arbeiten.
Ohne Garantie geht der volle Beitrag in ETFs. Historisch gesehen bringen die über lange Zeiträume deutlich mehr Rendite. Die Garantie kostet dich also nicht Sicherheit. Sie kostet dich Geld. Richtig viel Geld.
83% der Deutschen halten die gesetzliche Rente nicht mehr für zukunftssicher. Trotzdem setzen die meisten bei der privaten Vorsorge auf maximale Garantien. Das passt nicht zusammen.
Mein Tipp: Lass dir jedes Angebot aushändigen. Lass es vergleichen. Und frag nach, was es für Alternativen gibt.
Du willst wissen, ob dein Tarif wirklich passt? Meld dich bei meinem Team:
Flo
