Hinweis: hier findest du die Podcast Folge zu dem Thema und hier den ausführlichen Blog Artikel
Letzte Woche hat sich Bundeskanzler Merz beim Bankenverband hingestellt und die gesetzliche Rente offiziell zur "Basisabsicherung" erklärt.
Mal ehrlich: Mich überrascht das null. Ich sage das seit über zwölf Jahren in Beratungsgesprächen. Aber jetzt steht es halt schwarz auf weiß vom Kanzler persönlich.
Basisabsicherung klingt harmlos. Ist es aber nicht. Übersetzt heisst das: Dach über dem Kopf, Essen, Heizung. Urlaub, Essen gehen, Auto? Nicht vorgesehen.
Und die Zahlen bestätigen das brutal: Über 55 Prozent aller Rentner in Deutschland bekommen weniger als 1.300 Euro. Das liegt unter der Armutsgrenze. 16 Millionen Vollzeitbeschäftigte kommen selbst nach 45 Beitragsjahren auf maximal 1.200 Euro brutto Rente.
Hier mal eine einfache Rechnung, die ich so auch in Beratungen mache:
Du verdienst heute 4.000 Euro brutto. Deine gesetzliche Rente wird irgendwo bei 1.600 bis 1.800 Euro landen. Klingt erstmal okay. Aber rechne mal 2 Prozent Inflation auf 25 Jahre hoch. Dann brauchst du im Alter eher 5.000 bis 6.000 Euro, um deinen heutigen Lebensstandard zu halten. Da fehlen dir locker 3.000 Euro. Jeden Monat.
Die Regierung setzt auf drei Säulen: gesetzliche Rente, betriebliche Vorsorge, private Vorsorge. Auf dem Papier klingt das gut. In der Praxis verlassen sich die meisten nur auf Säule eins.
Mein erster Schritt für jeden: Schnapp dir deinen letzten Rentenbescheid und rechne ehrlich nach, was du später wirklich brauchst. Allein dieser eine Schritt verändert alles, weil du zum ersten Mal siehst, wie gross die Lücke tatsächlich ist.
Ich gehe auf genau dieses Thema tiefer ein in der neuen Podcast-Folge. Hör mal rein und schreib mir auf Instagram, was bei dir rauskam. Ich lese jede Nachricht.
Bis bald,
Flo
