Hallo zusammen,

ich kann's ehrlich gesagt immer noch nicht ganz fassen. Hier sitze ich an Heiligabend und schreibe euch diese Zeilen, während draußen wahrscheinlich schon die ersten Geschenke ausgepackt werden. Sina liegt neben mir auf dem Sofa und schaut mich fragend an, warum ich schon wieder am Laptop sitze.

"Musst du das wirklich heute machen?"

Ja, muss ich. Weil ich euch etwas sagen will, bevor das Jahr zu Ende geht. Zu diesem Artikel gibt es auch wie immer eine Podcast Folge. Hier auf Spotify hören.

Als ich am 1. Februar 2022 Finance with Simple gestartet habe, dachte ich ehrlich: "Mal schauen, ob das überhaupt jemand interessiert." Ich hatte davor schon jahrelang auf Instagram und YouTube Videos gemacht, wo ich gefühlt der einzige Zuschauer war. Sina und unsere Hündin Nala haben mir manchmal aus Mitleid zugeschaut.

Heute sind es Hunderttausende von euch, die dabei sind. Und das macht mich einfach sprachlos.

Was dieses Jahr wirklich schwer war

Wir haben letztens eine Podcast-Folge aufgenommen, wo wir uns mal richtig ehrlich gemacht haben (kommt übrigens am Sonntag online). Eine Frage hat mich dabei besonders getroffen: Was war dieses Jahr emotional schwerer, als wir es nach außen gezeigt haben?

Bei mir war's definitiv der Sprung in die komplette Selbstständigkeit. Klar, auf Social Media sieht alles immer glänzend aus. Große Reichweite, tolle Kontakte, ein Buchvertrag. Was ihr nicht seht: Die schlaflosen Nächte, wo ich mich gefragt habe, ob ich das wirklich hinbekomme. Die Momente, wo ich dachte: "Mensch, als Handelsvertreter war's doch auch ganz okay."

Sina hatte ihre eigenen Kämpfe dieses Jahr. Sie verlässt ihren aktuellen Job, um mich mehr zu unterstützen. Das klingt romantisch, ist aber emotional ziemlich heftig. Sie fühlt sich super wohl bei ihrem Arbeitgeber und trotzdem macht sie diesen Schritt. Mut oder Wahnsinn? Wahrscheinlich beides.

Das Ding mit dem Selbstvertrauen

Hier mal was, was viele von euch vielleicht überrascht: Sina und ich sind ziemliche Selbstzweifler. Ja, wirklich. Ich weiß, das passt nicht zu dem Bild, das man von mir auf Social Media hat. Dieser "starke Mann", der immer weiß, wo's langgeht.

Quatsch.

Wir waren im Urlaub am Lake Tahoe (einer unserer Lieblingsorte) und haben abends auf einer Bank gesessen. Da haben wir uns vorgenommen: Ab jetzt mehr Selbstvertrauen. Wir können uns mehr zutrauen. Wir haben uns sogar ein kleines Magnetchen mitgenommen und an den Kühlschrank gehängt. Jedes Mal, wenn die Selbstzweifel wieder kommen, schauen wir darauf.

Klingt albern? Ist aber so. Und es hilft tatsächlich.

Warum wir Nein sagen

Eine Sache, auf die ich stolz bin: Wir haben dieses Jahr keine einzige richtige Kooperation gemacht. Null. Obwohl die Angebote alles andere als schlecht waren. In der Finanzbranche liegt verdammt viel Geld, glaubt mir.

Aber Finance made Simple sollte nie ein Werbeaccount werden. Ich bin kein Influencer. Ich bin einfach Florian, der versucht, euch bei euren Finanzen zu helfen. Punkt.

Ihr glaubt nicht, wie viele große "Finanz-Influencer" am Anfang von "finanzieller Bildung" gesprochen haben und heute irgendein Unternehmenscoaching machen. Die haben ihre Glaubwürdigkeit verkauft. Das passiert uns nicht.

Was ihr unterschätzt

Ein Geschäftspartner hat mal zu mir gesagt: "Du kannst 50 Prozent von dem, was du brauchst. Die anderen 50 Prozent hast du keine Angst dir selbst beizubringen." Das stimmt. Wenn ich etwas wirklich will, hole ich es mir. Egal, was es kostet.

Das war damals auch bei Sina so (sorry, Schatz, aber du wolltest ja erst nicht mit mir zusammenkommen. Hat ein Jahr gedauert, bis ich dich rumgekriegt hatte).

Bei Sina ist es das Durchhaltevermögen. Die gibt einfach nie auf. Wenn andere längst das Handtuch geworfen hätten, kämpft sie weiter. Das sieht man auch beim Sport. Selbst nach unserer Weihnachtsfeier am Samstag, wo wir ziemlich gefeiert haben, war sie morgens schon wieder auf dem Gaul. Wahnsinn.

Verantwortung übernehmen

Je mehr Verantwortung ihr für eure Finanzen übernehmt, desto besser wird eure Situation. Das ist ein Gesetz. Je mehr ihr sagt "Ich kann ja nichts dafür" und euch in die Opferrolle begebt, desto schlechter wird's.

Ja, die Politik macht manchmal Mist. Ja, manche Regelungen sind dämlich. Trotzdem stecke ich nie den Kopf in den Sand. Wenn sie Rentenbeiträge auf ETF-Gewinne erheben wollen, suche ich nach anderen Lösungen. So einfach ist das.

Druck rausnehmen

Falls ihr euch gerade unter Druck gesetzt fühlt, besonders bei Finanzentscheidungen: Lasst es. Entscheidet niemals unter Druck. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Holt euch eine Vertrauensperson dazu. Und wenn jemand sagt "Du musst jetzt sofort entscheiden", dann ist das meistens ein schlechtes Zeichen.

Rationale Entscheidungen treffen, keine emotionalen. Das gilt nicht nur für Geld, sondern für alles im Leben.

Das große Dankeschön

Wenn diese ganze Geschichte nur eine Sache transportieren soll, dann ist es Dankbarkeit. Ich bin so unfassbar dankbar für euch alle. Für jede Nachricht, für jeden Like, für jeden Kommentar. Ihr habt aus meinem kleinen Experiment etwas gemacht, was ich nie für möglich gehalten hätte.

Menschen schreiben mir, dass ich "authentisch" bin. Das freut mich besonders, weil ich wirklich nie anders sein will, als ich bin. Manchmal ecke ich dadurch an, das ist mir bewusst. Aber lieber sage ich direkt, was ich denke, als dass ich fake bin.

Übrigens: Falls ihr euch fragt, was es bei uns an Weihnachten gibt - wir feiern "Dönachten". Sina sucht jedes Jahr das Essen aus und dieses Jahr hatte sie die Idee, dass wir Döner machen. Wir haben einen kompletten Dönerspieß bestellt. Döner macht schöner, oder?

Noch schnell ein Hinweis: Mein Buch könnt ihr noch bis zum 31. Dezember vorbestellen und bekommt vier kostenlose Boni dazu. Hier gibt es den Buch und die Bonis.

Das war's für dieses Jahr von mir. Nächste Woche gibt's noch einen zweiten Teil mit weiteren Fragen aus der Community. Bis dahin wünsche ich euch wunderbare Weihnachten mit eurer Familie. Genießt die Zeit, esst viel (wie wir auch) und denkt daran: Gesundheit ist unbezahlbar.

Danke, dass ihr da seid.

Florian und Sina

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