Hallo zusammen,
ich muss euch mal was sagen: ETF-Sparpläne werden oft als die ultimative Lösung für die Altersvorsorge gepriesen. Aber ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass sie für jeden das Richtige sind.
Nach Jahren in der Finanzberatung habe ich drei große Probleme identifiziert, die gegen ETF-Sparpläne als Altersvorsorge sprechen. Und nein, es geht nicht um die üblichen Verdächtigen wie Kosten oder Komplexität.
Hinweis: Hier geht es zur YouTube Folge | und hier zum Podcast zu diesem Thema.
Problem 1: Ihr müsst alles selbst managen
Bei einem ETF-Sparplan seid ihr euer eigener Fondsmanager. Das bedeutet:
Ihr entscheidet über die Aufteilung eures Portfolios
Ihr müsst regelmäßig rebalancieren
Ihr seid verantwortlich für Anpassungen bei Lebensveränderungen
Ihr müsst euch kontinuierlich weiterbilden
Das ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Viele unterschätzen diesen Aspekt komplett.
Problem 2: Emotionale Achterbahnfahrt garantiert
ETFs schwanken. Manchmal heftig. Ich habe schon Leute gesehen, die bei einem 20-prozentigen Crash ihre Sparpläne pausiert haben (genau zum schlechtesten Zeitpunkt übrigens).
Die emotionale Belastung ist real:
Schlaflose Nächte bei Markteinbrüchen
Ständiges Checken der Kurse
Panikverkäufe zum flaschen Zeitpunkt
FOMO bei steigenden Märkten
Wenn ihr nicht die Hintergründe beim Investieren verstanden habt, wird das schwierig. Du hast noch was nachzuholen? Schau einmal hier vorbei: Gratis Investmentkurs.
Problem 3: Die Versuchung ist groß
Stellt euch vor, nach 15 Jahren liegen 100.000 Euro in eurem Depot. Das neue Auto, die Traumreise, die Immobilie - alles nur einen Klick entfernt.
Bei klassischen Rentenversicherungen kommt ihr gar nicht erst in Versuchung. Das Geld ist weg, bis ihr in Rente geht. Bei ETFs? Da braucht es schon ordentlich Disziplin.
Mein Fazit
ETF-Sparpläne funktionieren fantastisch - aber nur für Leute, die:
Zeit und Lust auf Finanzthemen haben
Emotionen vom Geld trennen können
Langfristig diszipliniert bleiben
Für alle anderen gibt es automatisierte Alternativen, die zwar weniger Rendite bringen mögen, aber deutlich weniger Stress verursachen.
Was denkst du denn? Gehörst du zu den ETF-Typen oder bist du eher der automatisierte Typ?
Antworte mit gerne auf diese Mail.
Flo
