Hallo,

ich muss dir gestehen: Lange Zeit dachte ich, Geld sei kompliziert. Aktien, Zinsen, Investments – das ganze Zeug schien mir wie Raketenwissenschaft. Bis ich kapiert habe, dass es eigentlich um etwas viel Einfacheres geht: Gewohnheiten.

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Ich musste selbst erst lernen, dass die Gewohnheiten das Thema sind, das uns hilft, dauerhaft bessere Finanzen zu haben. Klingt banal? Ist es aber nicht. Denn während wir uns Sorgen um die perfekte Anlagestrategie machen, verschwenden wir jeden Tag Geld durch schlechte Routinen.

Die 7 Gewohnheiten, die dich reich machen

1. Automatisches Sparen (noch bevor du dein Gehalt siehst)

Vergiss den ganzen "am Ende des Monats schaue ich, was übrig ist" Quatsch. Ich lasse jeden Monat automatisch 20% meines Gehalts auf ein separates Konto überweisen. Direkt nach dem Gehaltseingang. So kann ich gar nicht erst in Versuchung kommen, das Geld auszugeben.

2. Wöchentliche Geld-Termine mit dir selbst

Jeden Sonntag setze ich mich 15 Minuten hin und schaue auf meine Ausgaben der letzten Woche. Nicht um mich zu geißeln, sondern um bewusst zu bleiben. Du würdest nicht glauben, wie viel Geld ich früher für Zeug ausgegeben habe, an das ich mich nicht mal erinnern konnte.

3. Die 48-Stunden-Regel für alle Käufe über 50 Euro

Impulskäufe sind Wohlstandskiller Nummer eins. Ich warte grundsätzlich zwei Tage, bevor ich etwas kaufe, das mehr als 50 Euro kostet. In 80% der Fälle will ich es danach nicht mehr. (Ja, auch die coolen Sneaker.)

4. Preise pro Nutzung berechnen, nicht pro Artikel

Statt zu fragen "Kostet das 200 Euro?", frage ich "Wie viel kostet mich das pro Nutzung?". Eine 200-Euro-Jacke, die ich 100 Mal trage, kostet mich 2 Euro pro Mal. Ein 20-Euro-Shirt, das nach drei Wäschen kaputt ist, kostet mich 7 Euro pro Mal. Rechnen hilft.

5. Einkommen diversifizieren (auch wenn es klein anfängt)

Ich verkaufe alte Sachen online, schreibe gelegentlich Texte, vermiete mein Auto über Carsharing-Apps. Nichts Großes, aber es summiert sich. Wer nur auf sein Gehalt angewiesen ist, ist verwundbar.

6. Geld-Mentoren suchen (auch indirekt)

Ich lese Bücher von Leuten, die finanziell erfolgreicher sind als ich es bin. Ich höre Podcasts. Ich schaue, was Menschen mit mehr Geld anders machen als ich. Man muss nicht alles selbst herausfinden.

7. Langfristig denken bei jeder Entscheidung

Bevor ich Geld ausgebe, frage ich mich: "Bringt mich das meinen langfristigen Zielen näher oder weiter weg?" Ein teures Abendessen mit Freunden bringt mich näher (Beziehungen sind wichtig). Der fünfte Streaming-Dienst eher nicht.

Die Gewohnheiten, die dich arm halten

Jetzt zur unangenehmen Wahrheit. Diese Gewohnheiten haben mich jahrelang zurückgehalten:

Lifestyle-Inflation: Jede Gehaltserhöhung sofort in einen höheren Lebensstandard umgewandelt. Mehr verdienen, mehr ausgeben – ein Teufelskreis.

Emotionales shopping: Schlechten Tag gehabt? Schnell was online bestellen. Gute Nachricht? Das muss gefeiert werden – mit einem Kauf. Gefühle mit Geld zu "lösen" ist teuer.

Vergleichen mit anderen: Ständig geschaut, was andere haben, statt auf das eigene Ziel zu fokussieren. Social Media macht das noch schlimmer.

Keine Notfallreserve: Jeder unerwartete Ausgaben bedeutete Schulden oder Stress. Ein kaputter Kühlschrank sollte nicht dein Budget sprengen.

"Ich verdiene das"-Mentalität: Nach einem harten Arbeitstag "verdient" man sich was Schönes. Das Problem: Man verdient sich jeden Tag etwas.

Das Wichtigste zum Schluss

Reich werden passiert nicht über Nacht. Es passiert durch winzig kleine Entscheidungen, die du jeden Tag triffst. Das Gute daran: Du kannst heute anfangen, diese Entscheidungen zu ändern.

Ich bin nicht reich (noch nicht), aber ich bin auf dem Weg dorthin. Und das liegt nicht an irgendeinem Geheimtipp oder einer brillanten Anlagestrategie. Es liegt daran, dass ich meine täglichen Gewohnheiten geändert habe.

Was ist deine schlechteste Geld-Gewohnheit? Und welche willst du als erstes ändern?

Bis nächste Woche,

Flo

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