Vorab: Sorry für die lange Pause hier. Manchmal brauchen Dinge ein wenig Zeit. Du bekommst hier aber in Zukunft wieder regelmäßig Wissen über Finanzen, damit du langfristig all deine finanziellen Ziele erreichen wirst. (falls du diese Mails nicht bekommen willst, du kannst dich jederzeit unten “abmelden”.

(Wichtig: Ein neuer Eintritt ist dann nicht mehr möglich.)

Ich weiß, dass hier schon lange nichts mehr kam. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber das schnelle Wachstum von Finance Made Simple hat auch mich etwas überfordert. Schreiben gehört dabei nicht zu meinen Stärken, dennoch weiß ich wie wichtig geschriebene Inhalte für euch sind.

Daher möchte ich ab jetzt hier 1-2 pro Woche euch kurzen knackigen Mehrwert geben. Wenn euch ein Thema mal nicht interessierst, ignoriert es einfach. Es wird in der Regel auch zu jedem Thema eine Podcastfolge und ein YouTube Video geben, dass ich euch am Anfang verlinke. (heute ausnahmsweise nicht)

So und jetzt zum heutigen Thema:

Hör auf, deine Finanzen zu verkomplizieren und fang mit einem einfachen System an, das auch dauerhaft klappt

Hallo zusammen,

ich bin Flo und nach 12 Jahren im Finanzbereich, wo ich hauptsächlich Leuten bei der Altersvorsorge und den “Grundregeln des Geldes” geholfen habe, habe ich tausende gescheiterte Budgets gesehen. Wisst ihr warum? Sie sind viel zu kompliziert.

Ihr braucht keine schicken Apps oder farbige Tabellen. Ihr braucht etwas Einfaches, das ihr auch wirklich benutzt.

Die 50/30/20 Regel wird euer bester Freund

Das sage ich jedem Anfänger: teilt euer Nettoeinkommen in drei Teile auf.

50% für das Nötige (Miete, Lebensmittel, Strom, minimale Schuldenraten) 30% für Wünsche (Netflix, Restaurantbesuche, deinen täglichen Kaffee) 20% für Sparen und zusätzliche Schuldentilgung.

Das wars. Ernsthaft. Mehr nicht.

Die Einrichtung dauert nur 20 Minuten

  1. Berechnet euer monatliches Nettoeinkommen

  2. Multipliziert mit 0,5, 0,3 und 0,2

  3. Schreibt diese drei Zahlen auf

  4. Verfolgt eine Woche lang, wohin euer Geld tatsächlich fließt

  5. Passt es bei Bedarf an

Für den Start nutzt eine einfache Notizen App auf dem Handy. Nichts Besonderes.

Die Fehler die ich ständig sehe

Erster Fehler: jeden Cent verfolgen zu wollen. Das ist anstrengend und ihr hört innerhalb eines Monats wieder auf.

Zweiter Fehler: unrealistische Ausgaben für Wünsche einplanen. Wenn ihr monatlich 500 Euro in Restaurants ausgebt, plant nicht plötzlich 100 Euro ein. Fangt mit 400 an und arbeitet euch dann runter.

Dritter Fehler: unregelmäßige Ausgaben vergessen. Autoreparaturen passieren. Plant sie in euren 20% Spartopf ein.

Was wenn die Zahlen nicht passen?

Schaut, manchmal passt 50/30/20 nicht in euer Leben. Vielleicht wohnt ihr in einer teuren Stadt und braucht 60% für die Miete. Das ist völlig okay. Das Ziel sind nicht perfekte Verhältnisse sondern ein Bewusstsein dafür, wohin euer Geld geht.

Ich hatte eine Kundin die 40% ihres Einkommens für Wünsche ausgegeben hat, meistens für Shopping. Wir haben sie nicht deswegen verurteilt. Wir haben ihr nur geholfen, die Zahl klar zu sehen und zu verstehen. Sie fing ganz von selbst an es zu reduzieren, sobald ihr diese Sache bewusst wurde.

Deine nächsten Schritte

Diese Woche machst du die 20 Minuten Einrichtung. Denkt nicht zu viel darüber nach. Recherchiert nicht andere Methoden. Fangt einfach mit diesem grundlegenden System an.

Verfolgt eure Ausgaben für genau sieben Tage. Benutzt euer Handy, ein Notizbuch, was auch immer für euch funktioniert. Der Punkt ist, echte Daten über eure (Geld) Gewohnheiten zu bekommen.

Nach einer Woche schaut euch die Zahlen an. Seid ihr nah an 50/30/20? Großartig. Weit daneben? Auch großartig, jetzt wisst ihr was angepasst werden muss.

Denkt daran, beim Budgetieren geht es nicht darum, sich einzuschränken. Es geht darum sicherzustellen, dass euer Geld für Dinge verwendet wird, die euch wirklich wichtig sind, anstatt sich zu fragen wo es geblieben ist.

Nächste Woche bin ich zurück mit Tipps wie ihr das ganze System automatisieren könnt, damit ihr es einrichten und dann vergessen könnt.

Bis bald, Flo

PS: Wenn ihr in Schulden “untergeht”, dreht das Ganze um. Setzt das Minimum für Wünsche ein und das Maximum für die Schuldentilgung. Über Schuldenstrategien reden wir noch in zukünftigen Beiträgen.

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